"monkee 16" auf Basis einer Kawasaki Z 750 B

Was ist es eigentlich, dass die wrenchmonkees derzeit zu den gefragtesten Gesprächspartnern im Netz und zahlreichen Motorradzeitschriften macht? Natürlich sind es ihre Motorradkreationen, aber was haben die, was andere nicht auch hätten? Sie haben es eben nicht: Kein ABS, keine beheizbaren Griffe, keine Kofferhalter, keine “800km”- Sitzbank, kein Windschutz, kein… Die Liste ließe sich noch ein Weilchen fortsetzen.  Die Maschinen der wrenchmonkees sind nichts anderes als Motorräder, die einfach nur gefahren werden wollen. Und dazu sind sie auf das Wesentliche reduziert und das, was verbleibt, besticht durch einfaches, klares Design. Da kann man sich schonmal in der Betrachtung eines roten Lenkergriffes,  eines kleinen  Blinkers, oder eines schwarzen Getriebedeckels verlieren. Ihren unwiderstehlichen Reiz erhalten die Motorräder durch diese Konzentration. Manchmal ist wirklich Weniger mehr.

Umbau auf Basis einer Honda FTR 223 von Heiwa Motorcycles

Aber nicht nur die wrenchmonkees folgen konsequent dieser Philosophie. In Japan finden sich gleich mehrere Motorraddesigner, deren Output an emotionalen Fahrmaschinen beachtlich ist. Auch hier setzt man auf solide Technik. Anders als in Europa sind es aber eher kleinvolumige Motoren, die hier zum Einsatz kommen, was wohl der japanischen Steuerbehörde geschuldet ist. Aber was z.B. Heiwa Motorcycles aus den kleinen Hondas, Yamahas und Suzukis zaubert ist einfach nur herrlich. Das ist es, was man gern für den schnellen Ritt durch die Stadt vor der Tür stehen hätte! Ein unkompliziertes, geradliniges Bike, das aber  mit Sicherheit an jeder Ecke ein absoluter Hingucker wäre.

Solche Kräder könnte es aber auch bald nicht nur als Einzelanfertigung geben. In Großbritannien arbeitet Mac Motorcycles an seinen wunderbar klaren Entwürfen. Aber wie sieht es eigentlich in Deutschland mit derart emotionalen Maschinen aus? Mir fällt da nur Jens von Brauck ein, der mit seinen Scramblern auf Ducati-Basis ähnlich emotionale Motorräder auf die Beine stellt. Und wer an Jens von Brauck denkt, denkt auch an seine Studie einer MZ SFX 1000, die leider MZ nicht vor der Pleite retten konnte.

Mit Martin Wimmer und Rald Waldmann sind im letzten Jahr zwei deutsche Rennsportlegenden angetreten, die Motorenwerke Zschopau wieder aufleben zu lassen. Wie schön wäre es, wenn dort nicht nur die Ratio, sondern die Emotion Einzug halten würde. Ein Motorrad wie das von Heiwa Motorcycles und ich würde sofort bekennender MZ – Fahrer werden.

Die Bildrechte liegen bei den wrenchmonkees für “monkee 16″ und bei Heiwa Motorcycles für die “FTR 223″

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